Wie Carl Sagan in der Folge 9 von unser Kosmos beschreibt, bestand der Kosmos ursprünglich nur aus Wasserstoff und Helium - den beiden einfachsten Elementen. Die schwereren Elemente wurden nach und nach durch Kernfusion in den Sternen und durch Supernovaexplosionen massereicher Sterne erzeugt. Dieses mit schwereren Elementen angereicherte Material wird am Ende des Lebens eines Sterns zum größten Teil wieder an das Weltall zurückgegeben, woraus dann eine neue Generation von Sternen und Planeten entsteht. So ist jedes Ende gleichzeitig auch ein neuer Anfang!
Der Crabnebel M 1 im Stier - ein Supernovaüberrest
Er ist angereichert mit schwereren Elementen
Ausschnitt aus dem POSS (20 x 20′)
Quelle: Digitized Sky Survey
Auch unsere Sonne ist aus der Materie vergangener Sterne hervorgegangen. Sie ist wahrscheinlich ein Stern in dritter Generation. Tag für Tag versorgt uns unsere Sonne mit Licht und Wärme. Sie brachte vor Milliarden von Jahren das Leben auf der Erde hervor. Pflanzen speichern die Sonnenenergie und wir leben bekanntlich von ihr. Pflanzen sind somit das Werk der Sterne.
Pflanzen speichern die Sonnenenergie
Sie sind daher das Werk der Sterne
© Mario Lehwald
Auch die Erde und wir selbst sind aus der Asche längst vergangener Sterne hervorgegangen! Der Sauerstoff in unserer Luft, der Kohlenstoff in unserer DNS, das Eisen in unserem Blut oder das Gold in unseren Banken - alle diese Elemente wurden einst in Sternen erzeugt. Und so langsam begreifen wir, dass wir die Kinder der Sterne und damit ein Teil des Kosmos selbst sind.
Eine Lebensform und ihr Stern
© Mario Lehwald