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Das Digitized Sky Survey


Das DSS (Digitized Sky Survey) ist ein riesiges Archiv eingescannter Fotoplatten, die den gesamten Himmel umfassen! Die Fotoplatten reichen an die 18. Größenklasse heran, die neueren sogar noch etwas tiefer. Kleine Ausschnitte bis zu einer Größe von maximal 1 Grad kann man als Bilddateien (GIF) herunterladen.

Besonders im Winter lade ich mir oft Ausschnitte herunter - Sternhaufen, Nebel, Galaxien und Galaxienhaufen. Es ist schon spannend sich ferne Galaxien anzusehen oder auf den Bildausschnitten nach den noch ferneren Galaxienhaufen zu suchen, die nur noch als Ansammlungen schwacher Nebelfleckchen erscheinen!

Die Bedienung des DSS ist allerdings nicht ganz so einfach wie die üblicher Bildergalerien, wo man einfach auf irgendwelche Thumbnails draufklickt. Daher habe ich eine kleine Anleitung zur Benutzung des DSS erstellt.

Am einfachsten kann man im Eingabeformular Ausschnitte im GIF-Format herunterladen. Oder man benutzt den Platefinder, wo man einen gewünschten Himmelsausschnitt von einer bestimmten Fotoplatte herunterladen kann.



Der POSS

Der POSS (Palomar Observatory Sky Survey) ist eine Himmelsdurchmusterung nach bekannten und neuen Objekten um die Mitte des 20. Jahrhunderts. Dazu wurde am Palomar Telescope nach und nach der gesamte nördliche Sternenhimmel auf Fotoplatten erfaßt. Astronomen durchsuchten diese Fotoplatten nach bekannten und neuen Objekten. George Abell begann z. B. im Jahre 1958 auf diesen Fotoplatten nach Galaxienhaufen zu suchen, die er dann katalogisierte. So entstand der nach ihm benannte Abell-Katalog, der über 2.700 Galaxienhaufen enthält.

Auf den Fotoplatten des POSS wurden neben Galaxienhaufen auch viele andere Objekte entdeckt: Schwache Kugelsternhaufen oder Zwerggalaxien im Bereich der Milchstraße.

Die am Palomar Telescope enstandenen Fotoplatten des POSS wurden später eingescannt und digital archiviert. Das DSS ist also die digitalisierte Version des POSS - ein riesiges Archiv aus Daten und eingescannten Fotoplatten, die mit dem Palomar Telescope aufgenommen wurden.

Die Palomar-Fotoplatten erfaßten aber nur den nördlichen Sternenhimmel. So wurden später weitere Fotoplatten mit dem UK-Schmidt Teleskop in Australien auf der Südhalbkugel aufgenommen. Damit wurde die Lücke des fehlenden südlichen Sternenhimmels geschlossen. So ist heute in diesem Digitalarchiv der gesamte Nord- und Südhimmel vertreten.

Mittlerweile gibt es auch eine zweite Generation des POSS. Die Fotoplatten der zweiten Generation sind länger belichtet (etwa 60 bis 100 Minuten) und erreichen etwa die 21. Größenklasse. Es wurde mit rot- sowie blauempfindlichen Filmmaterial gearbeitet. Auch sind die Fotoplatten der zweiten Generation in einer etwas höheren Auflösung eingescannt worden.

Über das Internet kann man einzelne kleine Ausschnitte (maximal 1 Grad groß) aus diesen Fotoplattenarchiv als Bilddateien herunterladen. Die Fotoplatten der ersten Generation haben einen Abbildungsmaßstab von 1.7 Bogensekunden pro Pixel, die der zweiten Generation einen von 1.0 Bogensekunden pro Pixel.

© Copyright: 1998-2017 Mario Lehwald
www.andromedagalaxie.de