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Seyfert-Galaxien


Es gibt Spiralgalaxien die einen sehr hellen Kern haben. Sie wurden nach dem Astronomen Carl Seyfert benannt, der diese Art von Galaxien in den 40er Jahren untersuchte.

Die Spektren von Seyfert-Galaxien haben meist helle Spektrallinien von Wasserstoff, Helium, Stickstoff und Sauerstoff. Diese Linien zeigen oft eine große Breite, die durch den Dopplereffekt hervorgerufen wird. Dies deutet darauf hin, das Gasmassen mit Geschwindigkeiten von über 5.000 Kilometern pro Sekunde aus dem Kern der Galaxie herausgeschleudert werden. Genauer teilt man Seyfert-Galaxien in zwei Typen ein:

  • Typ 1:
    Breite Spektrallinien (1.000 km/s) von Wasserstoff und Helium, schmale Spektrallinien von Stickstoff und Sauerstoff
  • Typ 2:
    Schmale Spektrallinien (500 km /s) von Wasserstoff, Helium, Stickstoff und Sauerstoff

Wo kommt die Energie für den hellen Kern her? Die heutige Theorie ist, das sich im Kern einer Seyfert-Galaxie ein massives schwarzes Loch befindet, in dem Materie hineinstürzt. Dadurch werden enorme Energiemengen frei und der Kern der Galaxie leuchtet hell auf. Er kann sogar so hell sein, daß er den Rest der Galaxie überstrahlt.


ngc7742.jpg

NGC 7742 im Sternbild Pegasus
ist eine Seyfert-Galaxie vom Typ 2
Ausschnitt aus dem POSS
Quelle: Digitized Sky Survey


m77.jpg

M 77 (NGC 1068) im Sternbild Walfisch
ist eine weitere Seyfert-Galaxie vom Typ 2
Ausschnitt aus dem POSS
Quelle: Digitized Sky Survey


© Copyright: 1999-2012 Mario Lehwald
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