Im Jahr 1997 wurde in Kronshagen eine zweite Sternwarte gebaut. Sie wurde von Herrn Prof. Dr. De Decker in Auftrag gegeben, der sie dann der GvA als eine großzügige Spende übergeben hat!
Am Bau dieser Sternwarte habe ich selbst mitgewirkt. Ein Großteil der Bauarbeiten konnte von Hubert Paulus und einigen Mitgliedern der GvA, darunter auch mir, durchgeführt werden. Nur das Mauern des Sockels, der Rundbau aus Holz, sowie das Beschlagen der Kuppel mit Kupfer wurde von Fachleuten gemacht.
Der Bau der Sternwarte 2 begann im Juni 1997. Zuerst wurde sorgfältig der genaue Standort für die ehemalige Sternwarte ausgesucht. Hier war eine möglichst freie Sicht nach Süden wichtig. Andererseits durfte die Sternwarte aber auch nicht zu dicht an der schon vorhandenen stehen! Anschließend begannen die ersten Erdarbeiten - das Ausschachten für das Fundament. Obwohl es an dem dafür festgelegtem Termin stark regnete, wurden die Arbeiten bei diesem Wetter trotzdem in Angriff genommen.
Beginn der Erdarbeiten im Juni 1997...
© Mario Lehwald
...bei regnerischem Wetter
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Wenig später besserte sich das Wetter jedoch, und das Ausschachten konnte dann gut fortgesetzt werden. Wegen des schweren Lehmbodens war das keine einfache Sache!
Fortsetzen der Erdarbeiten bei jetzt schönem Wetter
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Die weiteren Arbeiten, das Mauern des Ringes, wurde im Juli 1997 von Fachleuten gemacht. Es wurden nur 3 Steinreihen gemauert. Der restliche Bau sollte aus Holz gemacht werden.
Vorbereitung für das Mauern des Ringes am 22. Juli 1997
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Im August 1997 war der Ring gemauert. Dann kam die Frage nach dem Bau der Säule, die später das Fernrohr tragen sollte. Herr Paulus schlug vor, das wir dafür ein dickes Kunststoffrohr (Abflußrohr) aus dem Baumarkt nehmen, und dieses mit Beton füllen. So machten wir das dann auch. Für diesen Zweck hatten wir auch eine Mischmaschine zur Verfügung.
Füllen des Kunststoffrohres mit Beton am 18. August 1997
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Als nächstes wurde am 21. August 1997 der Boden der Sternwarte mit Beton gegossen. Das war gar nicht so leicht, denn schließlich sollte dieser ja auch gerade und glatt werden! Wir teilten die runde Fläche mit Holzlatten in mehrere Sektoren auf. Dann wurden diese Sektoren mit Beton gefüllt. Anschließend konnte mit einer weiteren Holzlatte die Oberfläche der Betonschicht glatt abgezogen werden.
So wurde der Boden der Sternwarte am 21. August 1997 gemacht
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Danach wurde der eigentliche Holzbau von Fachleuten gebaut. Dieser bestand aus einer Balkenkonstruktion auf der Sperrholzplatten geschraubt wurden. Nachdem der Holzbau fertig war, montierten wir am 9. September 1997 die Laufschienen, auf die später die Kuppel draufgesetzt wurde.
Der fertige Holzbau am 9. September 1997
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H. Paulus beim Montieren der Laufschienen am 9. September 1997
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Die fertig montierten Laufschienen auf dem Kuppelbau
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Die Holzkuppel war auch schon da und wartete auf ihren Aufbau! Diese wurde zunächst noch einmal genau geprüft. Am nächsten Tag sollte sie aufgesetzt werden.
Die Kuppel am 9. September 1997
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Am 10. September 1997 konnte die Kuppel auf das Dach des Kuppelbaus gesetzt werden. Dazu kam jemand mit einem kleinen Kranwagen. Das Aufsetzen der Kuppel ging damit recht flott und reibungslos.
Das Aufsetzen der Kuppel am 10. September 1997
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Nachdem die Kuppel aufgesetzt war, begannen wir mit dem Malen des Kuppelbaus. Dazu wurde für Außen eine weiße Farbe auf Acrylbasis genommen. Innen wurden das Holz mit Wachs behandelt.
So langsam kann man sich etwas drunter vorstellen!
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Eine nette Stimmung!
Hubert Paulus auf der Kuppel mit Haloring und Nebensonne im Hintergrund
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Als der Kuppelbau aus Holz vollständig gemalen war, kam das Dach der Kuppel an die Reihe. Dieses wurde am 13. September 1997 von Fachleuten mit Kupfer beschlagen. Zu Anfang glänzte das Dach der Sternwarte regelrecht.
Das fast fertig beschlagene Dach der Kuppel am 13. September 1997
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Da der Kuppelspalt noch nicht richtig geschlossen werden konnte, mußte das Dach der Sternwarte erstmal mit Folie abgedeckt werden. Ansonsten waren die Außenarbeiten so gut wie abgeschlossen. Da jetzt schon Oktober war, wurde auch das Wetter langsam rauher. Bei einem Sturm am 10. Oktober 1997 ist die Folie sogar vom Dach gerissen worden. Am Nachmittag des 11. Oktober haben wir diese wieder richtig befestigt.
Die Sternwarte am 10. Oktober 1997
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Der nächste Schritt war der Einbau der Elektrik im Innern der Sternwarte. Dazu wurde uns ein Erdkabel gelegt. Den Rest im Innern der Sternwarte machte ich zusammen mit einem weiteren Mitglied der GvA an einem trüben Nachmittag im November 1997.
Einbau der Elektrik im November 1997
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1998 kam auch die Montierung und das Teleskop, ein Schiefspiegler nach Anton Kutter mit einem Durchmesser von 20 cm und einer Brennweite von 4 Metern (f/20), in die Sternwarte hinein. Im Sommer 1998 entschlossen wir uns, den Plattenweg zu den Sternwarten neu zu verlegen und auch zu verbreitern. Danach konnte die Sternwarte 2 in Kronshagen im Herbst 1998 regulär in Betrieb gehen!
Neuverlegung des Plattenweges zu den Sternwarten im Juli 1998
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Die beiden Sternwarten in Kronshagen im Sommer 2009
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