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Klaus Schulze


Auch Klaus Schulze ist ein hervorragender Komponist elektronischer Musik! Bis Anfang der 70er Jahre war er bei der Gruppe Tangerine Dream, hat dann aber seine sehr erfolgreiche Solokarriere begonnen. Über 30 Platten hat er schon herausgebracht. Seine Kompositionen entführen in eine ferne klangliche Dimension; in Reisen durch Raum und Zeit. Viele seiner Stücke sind meist sehr lang - 20 Minuten pro Titel sind keine Seltenheit.

Alle hier vorgestellten Alben habe ich selbst, obwohl ich lange noch nicht alle Alben habe und weiterhin am Sammeln bin... Alle Alben sind als CD's erhältlich.



Shadowlands (2013)

Das Album Shadowlands habe ich im Herbst 2013 gekauft, und auch gleich die Doppeledition. Das erste Stück auf der ersten CD "Shadowlights" hat eine Länge von über 40 Minuten. Es beginnt mit tollen Klangflächen und einem sanften Rhythmus. Später tauchen hallende Stimmen (Lisa Gerrhard) auf. Ich habe dieses Stück öfter im Herbst 2013 bei nächtlichen Fahrten gehört. Aber auch die folgenden beiden Stücke "In Between" sowie "Licht und Schatten" sind sehr gut.

Das erste Stück auf der zweiten CD "The Rhodes Violin" ist über 50 Minuten lang. Es ist sehr sanft und schwebt einfach so dahin. Ebenfalls eine beachtliche Komposition. Beide CD's sind wieder ein tolles Klangerlebnis! Sehr eindrucksvoll finde ich auch den Text von Christopher von Deylen ("Schiller") in diesem Album.



Live at Klangart Vol. 1 und 2 (2001)

Wie ich erfahren habe, findet alle zwei Jahre in Osnabrück das Klangart-Festival statt. Am 9. Juni 2001 präsentierte sich hier Klaus Schulze. Dafür komponierte er ein eigenes Synthesizer-Werk, welches später auf 2 CD's erschienen ist. Die erste CD ist etwas kommerzieller gehalten, aber trotzdem sehr empfehlenswert. Hier geht es zu Beginn des etwa 45 minütigen Werkes los mit unterlegten Chören im Hintergrund, die in einen lebhaften und rythmischen Part führen. Dieser geht nach etwa 15 Minuten in einen sehr ruhigen und entspannenden Part über. Diesen Übergang stelle ich mir immer als ein Eintauchen in den Sternenhimmel vor. Nach weiteren 15 Minuten wechselt der Rythmus wieder und es erscheinen unterlegte Chöre. Nach weiteren 10 Minuten wird das Werk mit bombastischen, orgelähnlichen Klängen beendet.

Die zweite CD ist etwas ruhiger und tiefgründiger gehalten. Hier wird Schulze vom Cellisten Wolfgang Tiepold unterstützt, der im mittleren Teil auch einen längeren Solopart übernimmt. Die letzten beiden Stücke sind Zugaben. Besonders gut gefällt mir das knapp zehn Minuten lange "Tracks of Desire". Hier beginnt Wolfgang Tiepold zunächst alleine zu spielen, während später weiträumige und ruhige Klangflächen des Synthesizers einsetzen. Ein wahrer Titel zum dahinschweben. Zusammen sind beide CD's ein wirklich eindrucksvolles Klangerlebnis, das aber leider nicht mehr neu zu bekommen ist. Daher bleibt nur der Tip, sich einmal auf dem Gebrauchtmarkt danach umzuschauen.



Mirage (1977)

Dieses vielfach als Schulzes bestes Werk angesehene Album trägt auch den Namen "Eine elektronische Winterlandschaft" und genau das drückt es auch aus! Besonders das zweite Stück "Chrystal Lake" trifft dieses genau: Ein zugefrorener See im Winter, sehr kalt, alles um einen herum ist eisig und erstarrt. Gleichermaßen kann man sich hier eine klare Winternacht vorstellen, wo man in die Tiefen des Sternenhimmels eintaucht. Aber auch das erste Stück sollte man nicht versäumen. Beiden ist gemeinsam, daß sie eine große Atmosphäre aufbauen - ein absolutes Meisterwerk, dessen Tiefe Schulze später kaum wieder erreicht hat!



Timewind (1975)

Das erste Stück auf dieser CD beginnt sehr ruhig mit später einsetzenden Sequenzerrythmen, die sich langsam immer dichter überlagern. Das zweite Stück ist ohne Rythmus, aber nicht langweilig. Auch hier erzeugt Schulze eine große Spannung. Ich stelle mir dabei immer die Geburt und Entwicklung des Universum vor, bis sich am Schluß plötzlich alles mit einem Schlag entlädt - und es ist vorbei.



X - Sechs musikalische Biografien (1978)

Diese Doppel-Album ist eines von Schulzes besten. Erwähnenswert ist besonders das erste Stück auf der zweiten CD, "Ludwig II. von Bayern", welches eines von Schulzes besten Kompositionen ist. Hier ist auch ein Streicherorchester zu hören. Dieses Stück ist von einer eindrucksvollen Stimmung gekrönt. Aber auch die übrigen Werke sind sehr empfehlenswert.



Dune (1979)

Auf diesen Album arbeitet Schulze bei beiden Stücken mit dem Cellisten Wolfgang Tiepold zusammen. Das erste Stück beginnt mit teilweise recht heftigen elektronischen Geräuschen, die langsam in eine ruhige Partie aus Cello und Synthesizerflächen übergehen. Dieses teilweise mystisch wirkende Werk ist eine Klasse für sich und von einer Musik großer Intensität gekennzeichnet. Das zweite Stück beginnt zunächst sehr ruhig. Bald darauf setzt ein leichter Sequenzerrythmus ein. Später folgt eine kleine Überraschung in Form eines Sängers: Arthur Brown singt Texte von Schulze; obwohl es mehr eine Art Sprechgesang ist.



In Blue (1995)

Mit diesem eindrucksvollen Album reizt Schulze die Länge der CD mit etwa 80 Minuten voll aus. Es beginnt mit sehr ruhigen Klangflächen, ehe nach etwa 15 Minuten ein sanfter Rythmus und Gitarrenklänge einsetzen. Eine Musik zum Eintauchen in kosmische Weiten auf einer langen Reise...



Interface (1985)

Diese CD ist wieder etwas kommerzieller gehalten; trotzdem gibt es hier sanfte Rythmen und viele interessante Sounds.



Dreams (1986)

Auch ein sehr schönes Album. Das längste Stück ist das letzte, "Klaustrophonie", welches etwa 25 Minuten lang ist. Es beginnt mit ruhigen Sequenzerrythmen und Soundflächen, die immer mächtiger werden. Nach etwa 8 Minuten setzt ein Schlagzeug ein, danach Gitarrenklänge und nach einer Weile ganz plötzlich die Stimme eines Sängers.



EN=Trance (1988)

Dies war meine erste Schulze CD, gekauft 1988. Sie ist komplett mit Analogsynthesizern aufgenommen worden. So wie der Name ist auch die Musik. Man taucht hier regelrecht trancemäßig in die Musik ein. Sie führt in eine weite tiefe Reise, die man am besten mit geschlossenen Augen macht.



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