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Abendlicher Sternenhimmel im Winter



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Karte erstellt mit Stellarium
© Mario Lehwald



Der Anblick des Winterhimmels

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Unsere Karte zeigt exakt den Anblick des Sternenhimmels am 15. Januar gegen 22 Uhr MEZ für die geografische Breite von Kiel. Die Karte ist aber in ganz Deutschland verwendbar da die Veränderungen am Himmel nur wenige Grad ausmachen. Auch wenn Sie ein oder zwei Stunden früher oder später beobachten ist diese Karte noch anwendbar, da sich der Anblick des Sternenhimmels dann noch nicht allzu stark verändert hat. Beobachten Sie aber deutlich später (z. B. nach Mitternacht), so wählen Sie hier die Karte aus, die Ihren Zeitpunkt am nächsten liegt!

Im Süden sind nun die Wintersternbilder in voller Pracht versammelt. Viele helle Sterne fallen uns hier auf. Das auffälligste und schönste Sternbild ist wohl der Orion mit seinen drei etwa gleichhellen Gürtelsternen.

Im Orion befinden sich zwei sehr helle und auffällige Sterne: Der rötlich leuchtende Beteigeuze und der blau leuchtende Rigel. Beteigeuze ist ein roter Überriese in 640 Lichtjahren Entfernung. Rigel ist dagegen ein Blauer Riese und etwa 770 Lichtjahre von uns entfernt.

Im Schwertgehänge des Orions unterhalb der drei Gürtelsterne liegt der große Orionnebel M 42, eine riesige leuchtende Gaswolke in der Milchstraße. Schon mit einem Feldstecher kann man hier ein mattes nebliges Leuchten wahrnehmen. Seine ganze Pracht zeigt dieser Nebel aber erst in einem Teleskop ab 15 cm Öffnung. M 42 ist etwa 1.500 Lichtjahre von uns entfernt und in seinem Innern entstehen viele neue Sterne.

Über dem Orion steht der Stier mit dem hellen, rötlich leuchtenden Stern Aldebaran. Aldebaran ist ein Roter Riesenstern und steht inmitten eines Sternhaufens, die sogenannten Hyaden, die den typisch V-förmigen Kopf des Stieres bilden. Etwas höher findet man die Plejaden - eine kleine Gruppe aus 6 oder 8 Sternen, die man genau wie die Hyaden schon gut mit dem bloßem Auge erkennen kann. Die Plejaden sind ein weiterer junger Sternhaufen in etwa 400 Lichtjahren Entfernung. Den besten Anblick zeigen die Plejaden in einem Feldstecher oder im Teleskop bei möglichst geringer Vergrößerung.

Über dem Stier befinden sich die Zwillinge mit den beiden hellen Sternen Kastor und Pollux. In den Zwillingen ist ebenfalls ein sehr schöner offener Sternhaufen zu finden: M 35, der schon mit einem Feldstecher gut gesehen werden kann.

Links neben den Zwillingen liegt etwas tiefer das schwache Sternbild Krebs. Im Krebs finden wir einen weiteren offenen Sternhaufen, der zu den schönsten am Himmel gehört. Es ist M 44, auch Praesepe oder Krippe genannt. Unter günstigen Bedingungen ist er schon mit dem bloßem Auge als Nebelfleckchen zu erkennen. In einem Feldstecher bietet der Sternhaufen einen sehr schönen Anblick.

Ebenfalls hoch am Himmel, ja fast im Zenit, ist nun der Fuhrmann mit seinem hellen Stern Capella zu finden. Da der Fuhrmann inmitten der Milchstraße liegt, findet man in ihm eine Reihe offener Sternhaufen, die sich bei dunklem Himmel schon im Feldstecher als neblige Flecken zeigen. Es sind M 36, M 37 und M 38.

Tief im Südosten geht gerade der große Hund mit dem hellen Sirius auf. Sirius ist nur 8 Lichtjahre von uns entfernt und der hellste Stern am Himmel. Links neben dem großen Hund sehen wir den kleinen Hund mit Prokyon, ein ebenfalls heller Stern, wenn auch nicht so hell wie Sirius.

Die hellen Hauptsterne der Wintersternbilder bilden auch das große Wintersechseck. Es wird gebildet von Capella im Fuhrmann, Aldebaran im Stier, Rigel im Orion, Sirius im großen Hund, Prokyon im kleinen Hund und Pollux in den Zwillingen.

Oberhalb des großen Hundes liegt das Sternbild Einhorn. Es besteht nur aus sehr lichtschwachen Sternen.

Genau unterhalb des Orion finden wir das kleine Sternbild Hase. Es ist nur bei freier Sicht nach Süden und bei dunklem Himmel gut zu erkennen.

Westlich davon schlängelt sich der große Fluß der Unterwelt, der Eridanus entlang. Auch er besteht nur aus lichtschwachen Sternen und ist in Mittleuropa auch nicht vollständig zu sehen. Um ihn zu erkennen, braucht man einen sehr dunklen und klaren Himmel mit freier Horizontsicht nach Süden.

Die Herbststernbilder haben sich alle an den Westhimmel verschoben und bereiten sich auf ihren Untergang vor. Gut zu sehen ist noch das Himmels-W, die Cassiopeia, die Sternenkette der Andromeda und das kleine Sternbild Dreieck. Das Quadrat des Pegasus geht schon langsam unter.

Sehr nahe am Nordosthorizont glimmt noch der helle Stern Wega in der Leier, der bei uns in Norddeutschland zirkumpolar ist, also niemals untergeht und noch an vergangene Sommertage erinnert. Tief im Osten erscheinen schon die ersten Vorboten des Frühlings: Hier geht gerade der Löwe auf.

Die Milchstraße ist im Winter weniger eindrucksvoll, da wir in dieser Zeit zum äußeren Rand unseres Milchstraßensystems schauen, wo die Sternendichte erheblich geringer ist.

Der große Wagen hat im Norden seine tiefste Stellung hinter sich und beginnt nun wieder nach oben zu steigen.


Die Planeten im Winter 2016 / 2017

Merkur bietet Anfang Januar eine bescheidene Morgensichtbarkeit. Um den 10. Januar herum kann man den sonnennächsten Planeten kurz vor Sonnenuntergang sehr tief im Süosten sehen.

Venus taucht im Dezember langsam am Abendhimmel auf und ist Abendstern.

Mars, der rote Planet, kann am frühen Abendhimmel gesehen werden. Er wandert vom Sternbild Steinbock in den Wassermann und in die Fische.

Jupiter befindet sich im Sternbild Jungfrau und kann am Morgenhimmel gesehen werden. Im Februar geht Jupiter vor Mitternacht auf und wird langsam auch am Abendhimmel sichtbar.

Saturn befindet sich im Sternbild Jungfrau und bleibt vorerst unsichtbar. Erst im Februar erscheint Saturn langsam am Morgenhimmel.



Das große Wintersechseck

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Das große Wintersechseck am Himmel wird gebildet von den Sternen Capella im Fuhrmann, Aldebaran im Stier, Rigel im Orion, Sirius im großen Hund, Prokyon im kleinen Hund, und Pollux in den Zwillingen.
Karte erstellt mit Stellarium
© Mario Lehwald



Blick nach Norden

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Karte erstellt mit Stellarium
© Mario Lehwald



Blick nach Osten

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Karte erstellt mit Stellarium
© Mario Lehwald



Blick nach Süden

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Karte erstellt mit Stellarium
© Mario Lehwald



Blick nach Westen

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Karte erstellt mit Stellarium
© Mario Lehwald



Diese Karten sind auch gültig für:
  • 1. Oktober um 5 Uhr
  • 1. November um 3 Uhr
  • 1. Dezember um 1 Uhr
  • 1. Januar um 23 Uhr
  • 1. Februar um 21 Uhr
  • 1. März um 19 Uhr
  • 15. Oktober um 4 Uhr
  • 15. November um 2 Uhr
  • 15. Dezember um 24 Uhr
  • 15. Januar um 22 Uhr
  • 15. Februar um 20 Uhr
  • 15. März um 18 Uhr


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